Spanien wird erneut von einer Reihe starker Stürme und Fronten heimgesucht, die von West nach Ost über das Land ziehen. Dies führt zu starken Regenfällen, heftigen Winden und einer erhöhten Überschwemmungsgefahr in weiten Teilen des Landes. Wetterexperten sprechen von einem sogenannten Sturmzug oder Sturmzug (Spanisch: tren de bossascas), bei dem ein Regengebiet das andere ablöst.
Die Ursache liegt im Jetstream, einem starken Luftstrom hoch in der Atmosphäre, der sich derzeit weiter südlich als normal befindet. Dadurch können Tiefdruckgebiete vom Atlantik leichter in Richtung Spanien ziehen. Gleichzeitig wird sehr feuchte Luft aus subtropischen Gebieten herangeführt, was den Regen zusätzlich intensiviert.
Nach den neuesten Wettervorhersagen können die Niederschlagsmengen in einigen Regionen extrem hoch ausfallen. In Gebieten wie der Sierra de Grazalema und Teilen von Galicien können in kurzer Zeit bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Auch im Süden und Westen Spaniens werden große Regenmengen erwartet.
Der spanische Wetterdienst AEMET hat daher mehrere Warnungen herausgegeben. In einigen Regionen gilt wegen der Gefahr schwerer Überschwemmungen die Warnstufe Rot, während anderswo wegen starker Regenfälle, starker Winde oder Schneefälle in Bergregionen die Warnstufe Orange oder Gelb gilt.
In den letzten Tagen haben die Stürme bereits für erhebliche Probleme gesorgt. Straßen sind gesperrt, Flüsse sind über die Ufer getreten und einige Dörfer sind von Überschwemmungen betroffen. Da der Boden an vielen Stellen bereits gesättigt ist, steigt die Gefahr von Schlammlawinen und neuen Überschwemmungen weiter an.
Neben Regen wird in höheren Lagen auch Schnee erwartet, und starke Winde und hohe Wellen sorgen für gefährliche Bedingungen entlang der Küste. Laut Meteorologen kann dieses stürmische Wetter noch bis zum Wochenende anhalten, sodass weiterhin Wachsamkeit geboten ist.
Quelle: Agenturen





